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Praktische Anleitungen

Praktische Anleitungen

Der Hauptbeitrag dieser Rubrik zeigt, wie Sie Ihre Haushaltstechnik an einem einzigen Wochenende in Ordnung bringen – ohne Techniker und ohne Neuanschaffungen. Das Ergebnis: Die Geräte sind aktualisiert, wichtige Konten geschützt, Familienfotos und Dokumente liegen an mindestens zwei Orten, und das Heimnetz ist sicher eingerichtet. Gehen Sie in Ihrem eigenen Tempo Schritt für Schritt vor: Jeder Schritt lässt sich einzeln erledigen, und schon die ersten drei senken die Risiken spürbar.

Versuchen Sie nicht, alles perfekt zu machen. Eine Ordnung, die Sie beibehalten, ist besser als ein perfektes System, das Sie nach einem Monat aufgeben.

— Aus der Redaktion

Bevor Sie anfangen

  • Liste der Geräte im Haushalt: Handys, Computer, Tablets, Router, Fernseher
  • Zugang zu dem E-Mail-Konto und der Telefonnummer, mit denen wichtige Konten verknüpft sind
  • Zugangsdaten für die Benutzeroberfläche des Routers – oft stehen sie auf dem Aufkleber an der Unterseite
  • Eine externe Festplatte oder Cloud-Speicher für die Sicherungskopie
  • An beiden Tagen jeweils ein paar freie Stunden
  1. Bestandsaufnahme machen

    Notieren Sie, welche Geräte es im Haushalt gibt, wer sie nutzt und wo wichtige Dateien liegen: Fotos, eingescannte Dokumente, Arbeitsordner. Ohne Bestandsaufnahme vergisst man leicht den alten Laptop, auf dem die einzigen Kopien liegen.

    Auch das alte Handy in der Schublade gehört auf die Liste: Darauf können Fotos sein, die es sonst nirgends mehr gibt.

  2. Updates installieren

    Aktualisieren Sie System und Apps auf Handys und Computern. Updates schließen bekannt gewordene Sicherheitslücken – deshalb gehören sie zu den wirksamsten Schutzmaßnahmen im Alltag.

    Wurde ein Gerät lange nicht aktualisiert, kann die Installation dauern – schließen Sie es ans Ladegerät an und starten Sie das Update am Abend.

  3. Passwörter ordnen

    Die wichtigsten Konten – E-Mail, Bank, Behördenportale – brauchen unterschiedliche Passwörter. Am bequemsten bewahren Sie sie in einem Passwort-Manager auf. Ist das Passwort die einzige Anmeldemethode, sollte es laut NIST mindestens 15 Zeichen lang sein; eine lange Wortgruppe aus mehreren Wörtern merkt man sich leichter als eine Zeichenfolge.

    Beginnen Sie mit dem E-Mail-Konto: Darüber lässt sich der Zugang zu den meisten anderen Diensten wiederherstellen.

  4. Zweiten Faktor aktivieren

    Wo der Dienst es erlaubt, aktivieren Sie die Bestätigung der Anmeldung per Authenticator-App oder über ein anderes zusätzliches Verfahren. Dann reicht ein gestohlenes Passwort allein nicht mehr für die Anmeldung.

    Bewahren Sie die Wiederherstellungscodes an einem sicheren Ort auf – nicht in den Notizen auf demselben Handy.

  5. Fotos und Dokumente sichern

    Kopieren Sie wichtige Dateien auf eine externe Festplatte und in einen Cloud-Speicher. Die bewährte 3-2-1-Regel: drei Kopien der Daten auf zwei verschiedenen Speichermedien, eine davon außer Haus.

    Öffnen Sie einige Dateien aus der Sicherung und prüfen Sie, ob sie sich tatsächlich öffnen lassen und nicht nur Platz belegen.

  6. Den Router prüfen

    Melden Sie sich an der Benutzeroberfläche des Routers an, ändern Sie das werkseitige Administratorpasswort, falls es noch nicht geändert wurde, wählen Sie die Verschlüsselung WPA3 (oder WPA2, wenn ältere Geräte WPA3 nicht unterstützen) und schalten Sie WPS aus. Prüfen Sie, ob es ein Update für die Router-Firmware gibt.

    Das WLAN-Passwort und das Passwort für die Router-Oberfläche sind zwei verschiedene Dinge. Ändern sollten Sie beide.

  7. Speicher freimachen

    Löschen Sie Apps, die Sie nicht nutzen, doppelte Fotos und große Videos, die bereits gesichert sind. Ein Gerät mit freiem Speicher läuft ruhiger und kann Updates zuverlässig installieren.

    Vergewissern Sie sich vor dem Löschen von Videos noch einmal, dass sich die Sicherungskopie öffnen lässt.

  8. Aufschreiben, was Sie erledigt haben

    Eine kurze Notiz für die Familie: wo die Sicherungskopie liegt, wie man sich am Router anmeldet, wen man bei Fragen ansprechen kann. Wiederholen Sie die Prüfung nach einem halben Jahr anhand dieser Liste.

    Die Notiz zum Router können Sie im Passwort-Manager direkt neben dem Router-Passwort ablegen.

Typische Fehler

  • Familienfotos nur auf einem einzigen Handy aufbewahren
  • Dasselbe Passwort für E-Mail, Bank und soziale Netzwerke verwenden
  • Den Router mit der Reset-Taste zurücksetzen, ohne zu wissen, wie man ihn neu einrichtet
  • Updates wegen nerviger Erinnerungen monatelang aufschieben
  • Dateien vom Gerät löschen, bevor die Sicherungskopie geprüft ist
  • Passwörter auf einen Zettel am Bildschirm schreiben

Alternativen

  • Wenn die Zeit nicht für alles reicht: nur Updates, das E-Mail-Passwort und die Fotosicherung erledigen
  • Wenn Sie sich nicht mit dem Router befassen möchten: den Anbieter bitten, telefonisch bei der Einrichtung zu helfen
  • Wenn ältere Angehörige getrennt wohnen: die Liste per Videoanruf gemeinsam durchgehen
  • Wenn keine externe Festplatte vorhanden ist: mit einem Cloud-Speicher beginnen und das zweite Medium später ergänzen

Checkliste nach dem Wochenende

  • Bestandsaufnahme von Geräten und wichtigen Dateien ist erstellt
  • Updates auf Handys und Computern sind installiert
  • E-Mail, Bank und Behördenportale haben unterschiedliche sichere Passwörter
  • Der zweite Faktor ist überall aktiviert, wo es möglich ist
  • Die Sicherungskopie von Fotos und Dokumenten ist erstellt und geprüft
  • Im Router ist das Administratorpasswort geändert, WPA3 oder WPA2 aktiv und WPS ausgeschaltet
  • Die Notiz für die Familie ist geschrieben

Beitragskatalog für deutschsprachige Leserinnen und Leser

In dieser Rubrik erscheinen eigene Beiträge für deutschsprachige Leserinnen und Leser. Sie werden mit Blick auf deren Fragen geschrieben und sind keine Übersetzungen von Inhalten anderer Sprachversionen dieser Website.

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Themen, die die Redaktion plant

  • Glasfaser zu Hause: was sich bei Router und WLAN ändert
  • Digitaler Nachlass: Konten und Zugänge in der Familie regeln
  • Smart Home und Privatsphäre: Einstellungen, die sich lohnen
  • Digitale Post von Behörden und Versicherungen sicher aufbewahren

Redaktionelle Grundsätze

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  • Werkzeuge

    Was zu Hause für Netzwerk und Daten nützlich ist: Router, Mesh-System, externe Festplatte, Cloud, Passwort-Manager.

  • Sicherheit

    Wie Sie Telefonbetrüger erkennen, wie gute Passwörter aussehen und wie Sie Ihr Heimnetz schützen.

  • Probleme lösen

    Was tun, wenn das Internet weg ist, das WLAN langsam ist oder das Handy meldet, dass der Speicher voll ist.

Quellen

  • NIST SP 800-63B-4
  • CISA (Materialien zur Datensicherung)
  • Wi-Fi Alliance

Funktionen von Diensten, Geräteeinstellungen und Anforderungen an Passwörter ändern sich mit der Zeit. Prüfen Sie vor wichtigen Schritten die offizielle Hilfe des Herstellers, Anbieters oder der zuständigen Behörde.